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Marokko: 200 Flüchtlinge wollen in spanische Enklave Melilla

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Marokko: 200 Flüchtlinge wollen in spanische Enklave Melilla

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In Marokko haben etwa 200 afrikanische Flüchtlinge versucht, über den Grenzzaun der spanischen Enklave Melilla die EU zu erreichen. Mindestens 50 Migranten soll es gelungen sein, über den Stacheldraht zu klettern, dabei wurden den Behörden zufolge mehrere Menschen verletzt.

Die spanische Regierung war für die starken Sicherheitsmaßnahmen kritisiert worden. Die lokale Regierung sieht die gesamte EU in der Verantwortung. Dazu Sprecher Daniel Conesa: “Der Norden Europas ist in einer komfortablen Situation. Er hat leicht reden. Aber Länder wie Schweden sind von den Problemen genauso betroffen. Deswegen muss die Europäische Union etwas tun. Die spanische Regierung muss darauf drängen.”

Melilla ist wie die an der Straße von Gibraltar liegende Stadt Ceuta immer wieder Anlaufpunkt für Flüchtlinge, die in die EU gelangen wollen.

Am 6. Februar waren vor der Küste von Ceuta mindestens 15 Afrikaner bei einem Fluchtversuch ertrunken. Die spanische Polizei ist in die Kritik geraten – sie hatte unter anderem mit Gummigeschossen auf die Flüchtlinge gefeuert, eigenen Angaben zufolge zur Abschreckung. Die Ermittlungen laufen.

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