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Der tödliche Protest der Ukrainer


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Der tödliche Protest der Ukrainer

Die Proteste in der Ukraine, an diesem Dienstag forderten sie erneut mehrere Menschenleben. Das euronews-Team vor Ort sah zwei Tote in der Nähe des umkämpften Maidanplatzes. Direkt daneben: Bereitschaftspolizei und aufgebrachte Bürger. “Zombies”, nennt ein Mann die Beamten, und eine Frau verwünscht die Frauen und Kinder der Polizisten.

Neben der Bereitschaftspolizei ist auch die Spezialeinheit Berkut, zu deutsch: Steinadler, im Einsatz. Die Demonstranten machen sie für die Todesschüsse verantwortlich.

Eine Frau berichtet: “Ich habe mich auf die Straße gelegt, ich dachte, ich sterbe, auf mir lag eine Leiche. Die Frau wurde erschossen, der Mann auch. Bei der U-Bahn-Station wurden viele verletzt.”

Vor dem von Demonstranten besetzten Haus der Offiziere gegenüber dem Parlament werden Verwundete versorgt, so gut es geht. Wie es heißt, behindert die Polizei die Arbeit der Rettungskräfte.

Ein junger Arzt berichtet: “Wir hatten Angst, als wir in die Straße kamen, um die Verletzten zu holen. Berkut-Einheiten haben diese Menschen geschlagen, obwohl sie verletzt waren. Die Berkut-Beamten haben sogar versucht, uns zu schlagen.”

Aus dem Inneren des Offiziershauses gelangten diese Bilder von Toten per Twitter nach draußen. Ob die Berkut verantwortlich sind – unklar.

Dass deren Mitglieder allerdings nicht zimperlich vorgehen, zeigen unter anderem diese Bilder. Verhaftete werden mit Schlagstöcken auf den Boden gezwungen.

euronews-Reporter Sergio Cantone: “Es war ein Tag heftiger Ausschreitungen mit Toten, Verletzten und viel Zerstörung. Falls es hier eine Strategie gibt, sollte sie dringend jemand erklären.”

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

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