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Die Währung der Ukraine - unter dem Druck der Gewalt

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Die Währung der Ukraine - unter dem Druck der Gewalt

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In der Ukraine testet die Währung Hrywnja das Fünf-Jahres-Tief von Anfang Februar. Angesichts der Gewalt auf den Straßen Kiews konnten auch Nachrichten von einem 2-Milliarden-Dollar-Kredit aus Russland das Vertrauen der Märkte nicht stützen. Russland hatte dem nahezu zahlungsunfähigen Land 15 Milliarden Dollar Pannenhilfe versprochen. Bereits im Dezember war eine erste Tranche über drei Milliarden Dollar geflossen.

Die Hrywnja steht seit dem Beginn der Proteste gegen eine Annäherung an Russland im vergangenen November unter Druck. Seit Anfang des Jahres verlor sie rund 6,7 Prozent gegen den Dollar – obwohl die Zentralbank laut Analysten allein in Januar etwa 8 Prozent ihrer Reserven für Währungsinterventionen eingesetzt hat und Anfang Februar Kapitalkontrollen ausrief.

Die Agentur Fitch stufte daraufhin die Kreditwürdigkeit der Ukraine herab. Die Bonitätsnote für Staatsanleihen in Fremdwährungen
sank von bisher “B-” auf “CCC”.

Jetzt seien nur noch 18 Milliarden US-Dollar in der Kasse der Zentralbank, so Analysten – das reiche, um rund zwei Monate die Importe zu bezahlen.

Präsident Viktor Janukowitsch hatte im November überraschend ein Freihandels- und Assoziierungsabkommen mit der EU abgesagt.

su mit Reuters