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Sotschi-Tag 11: Maze vor Fenninger und Rebensburg

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Sotschi-Tag 11: Maze vor Fenninger und Rebensburg

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Nach enttäuschender erster Saisonhälfte erlebt Sotschi eine wie verwandelte Tina Maze auf dem Weg zu alter Bestform. Bereits ihr zweites Gold eroberte die Slowenin jetzt im Riesenslalom nach einem spannenden Duell mit der Österreicherin Anna Fenninger, immerhin Super-G-Olympiasiegerin. Maze führte nach Lauf eins und lag am Ende sieben Hundertstelsekunden vor Fenninger. Die Deutsche Viktoria Rebensburg eroberte nach dem sechsten Rang im ersten Durchgang die versöhnliche Bronzemedaille durch Bestzeit im zweiten Lauf.

Leer aus gingen die schwedischen Spezialistinnen Pietllä-Holmner und Lindell-Vikarby auf den Rängen sechs und sieben.

Zielfoto-Entscheidung im Biathlon

Das Massenstart-Rennen im Biathlon der Herren wurde erst im Photo-Finish entschieden und zwischen den beiden überragenden Athleten der vergangenen Jahre, Martin Fourcade aus Frankreich und dem Norweger Emil Hegle Svendsen. Der erlaubte sich keinen Schießfehler im Gegensatz zu Fourcade. Das gab wohl am Ende den hauchdünnen Ausschlag zugunsten von Svendsen, der Gold bejubeln durfte.
Bronze eroberte der tschechische Routinier Ondrej Moravec. Bereits die zweite Medaille in Sotschi für Moravec.
Biathlon-Hauptakteur blieb aber Martin Fourcade mit zweimal Gold und nun noch einmal Silber vor dem Staffel-Wettbewerb.

Rießle-Erfolg in der Nordischen Kombination

In der Nordischen Kombination entwickelte sich ein spannendes norwegisches Duell um Gold zwischen Jörgen Graabak und Magnus Moan.
Sechster und Siebter nach dem Springen, dominierten die Norweger die 10 Kilometer Distanz. Im Finish eroberte Grabaak dann sein erstes olympisches Gold. Hinter Moan holte der Deutsche Fabian Rießle die Bronzemedaille. Vancouver-Champion Bill Demong enttäuschte auf Rang 31.

Snowboardcross: Deutsche außen vor

Das Snowboardcross-Finale der Herren war eine Kopf-an-Kopf-Entscheidung zwischen dem Franzosen Pierre Vaultier und Nikolai Oljunin aus Russland.
Vaultier gelang schließlich sein erster bedeutender Sieg, aber auch Oljunin ließ sich für Silber feiern. Hatte der Russe doch erst einmal zuvor auf einem Weltcup-Podium gestanden.
Bronze eroberte Alex Deibold aus den USA.

Jamaikas Bobfahrer Vorletzte, aber blendend gelaunt

Schon die abenteuerlichen Geschichten ihrer Anreise nach Sotschi machten die jamaikanischen Bobfahrer zu begehrten Medien-Gesprächspartnern. Noch größer wurde der Rummel um Marvin Dixon and Winston Watts nach dem Zweier.Bob-Wettbewerb

Diese zwei Jamaikaner sind Sotschis heimliche Stars – wenn auch nicht ganz von dieser Olympia-Welt. Ihre unschlabare Devise nach dem vorletzten Platz im Zweierbob-Wettbewerb: zum Bobfahren braucht man keinen Schnee, so Olympionike Marvin Dixon:

“Das Abschneiden im Wettkampf spielt eigentlich keine Rolle. Es geht um den Sport an sich. Wir nehmen teil und haben Spaß. Das war`s. Man darf alles nicht so eng sehen. Es gibt immer Gewinner und Verlierer. Das ist alles.”

Gute Vibrationen zählen und sonst eher wenig. Die Herzen der russischen Fans haben die Jamaikaner jedenfalls auch ohne schnelle Rundenzeiten erobert.