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Ukrainische Sicherheitskräfte attackieren erneut Journalisten

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Ukrainische Sicherheitskräfte attackieren erneut Journalisten

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Bei den gewaltsamen Zusammenstößen in der Ukraine sind Journalisten erneut Opfer von Übergriffen und gezielten Attacken geworden.

Ein Reporter der Nachrichtenagentur Reuters wurde offenbar zwischen den Fronten von einer Blendgranate verletzt. Zwei Fotografen sollen direkt von Sicherheitskräften der regierenden Partei der Regionen angegriffen worden sein.

Auch Azad Safarov, ein Fernsehreporter des ukrainischen Nachrichtensenders Kanal-5, berichtet, er sei von Sicherheitskräften gezielt attackiert worden – obwohl, oder weil, er sich als Journalist zu erkennen gegeben habe.

“Sie begannen, mit ihren Knüppeln auf unsere Köpfe zu schlagen. Mich traf einer an der Hand, so fest, dass er dabei mein Mikrofon zerschmetterte”, so Azarow.

“Dem Kameramann schlugen sie die Kamera aus den Händen und hauten sie in Stücke. Dann kamen drei oder vier Leute von der Sondereinheit Berkut und besprühten ihn mit Tränengas.”

“Meinen Presseausweis zerrissen sie”, erzählt Azarow weiter. “Ich rief, dass ich ein Journalist bin. Ich trug einen Helm mit dem Senderlogo darauf, auf meinem Mikrofon prangte das Senderlogo. Viel deutlicher kann man das nicht machen.”

Auch bei den vorherigen Eskalationen in der Ukraine waren immer wieder Journalisten zu Schaden gekommen.

Am 25. Dezember wurde eine investigative Reporterin in Kiew von Unbekannten brutal zusammengeschlagen.

Anfang Dezember attackierte die Polizei auch ein Kameramann von Euronews, seine Kamera lief dabei weiter und zeichnete die Szene auf.