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"Die Frauen von Andros" begeistern griechische Kinogänger

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"Die Frauen von Andros" begeistern griechische Kinogänger

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Um große Gefühle geht in dem Drama “Mikra Agglia (Little England)”, der aktuelle Kinohit in Griechenland. Die Literaturverfilmung spielt auf der Kykladeninsel Andros in den 30er und 40er Jahren und handelt von zwei Schwestern, die ein düsteres Geheimnis teilen und sich unsterblich in denselben Mann verlieben.

euronews-Reporter Yorgos Mitropoulos sprach mit dem Regisseur Pantelis Voulgaris. Es sei ein Film über vergangene Zeiten und dennoch von großer Aktualität, betont der Filmemacher.

Pantelis Voulgaris: “Die ganze Palette der menschlichen Gefühle, Liebe, Trennung und Einsamkeit gehört bis heute zum Leben und ist seit jeher ein Teil der Filmgeschichte. Es gibt keine falschen oder unpassenden Regungen. Die Gefühle, die im Film angesprochen werden, gab es nicht nur in einer bestimmten Ära.”

Der Film basiert auf dem gleichnamigen Bestseller von Ioanna Karystiani, der unter dem deutschen Titel “Die Frauen von Andros” erschien. Die griechische Autorin verfasste ebenfalls das Drehbuch zu dem Streifen. Bereits die zweite Zusammenarbeit mit ihrem Ehemann, dem Regisseur Pantelis Voulgaris.

Ioanna Karystiani: “Ich wusste, dass wir Gemeinsamkeiten haben, unserer Interesse an der menschlichen Perspektive. Wir glauben beide, dass das Leben ein Abenteuer ist, wir konzentrieren uns auf die uneindeutigen Details, die das Leben prägen. Das war mir sehr wichtig. Ich wusste, dass der Film eine große Herausforderung sein würde. Ich wollte, dass die Zuschauer das Buch vergessen, sich voll und ganz auf den Film konzentrieren, sich vom Strom der Gefühle der Filmfiguren mitreißen lassen.”

“Little England” kam im Dezember in die Kinos und stieß sofort auf großen Anklang bei den griechischen Kinogängern.

Pantelis Voulgaris: “Dass innerhalb von zwei Monaten fast 400 Tausend Menschen den Film gesehen haben, manche sogar mehrmals, ist unglaublich und berührt mich sehr. Es erfüllt mich mit großer Freude, denn das ist der Film wert. Der gesamte Entstehungsprozess war eine befriedigende und erfüllende Erfahrung.”

Über Premierendaten in anderen europäischen Ländern wird derzeit verhandelt. Britische und französische Verleihfirmen haben ihr Interesse bekundet.