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Euro für Russen so teuer wie noch nie

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Euro für Russen so teuer wie noch nie

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Der “Sotschi-Effekt” verpufft: Olympia samt all seinen Besuchern kann die Konjunkturabkühlung in Russland offenbar nicht aufhalten.

Der Rubel ist auf ein neues Rekordtief gegenüber dem Euro gefallen – die europäischen Einheitswährung kostete 49,129 Rubel – 0,7 Prozent mehr als am Tag zuvor und soviel wie noch nie.

Seit Jahresbeginn hatte die russische Währung 6,5 Prozent an Wert gegenüber dem Euro verloren.

Analyst Sergey Alin, “Nord Capital”:

“Der Rubel könnte in den nächsten zwei Wochen weiter abrutschen. Wir suchen nach der Linie der Bank von Russland, sie ist nicht leicht zu verstehen. Sie ziehen immer weiter Lizenzen von Geschäftsbanken ein – auch wenn man in der aktuellen Lage vielleicht besser kein Geld dafür ausgeben sollte. Oder für ein paar Monate vielleicht nur die Hälfte dieser Lizenzen einkassieren sollte.”

Die russische Zentralbank hatte angekündigt, ihre Stützungskäufe für den Rubel zu reduzieren. Außerdem plant das Finanzministerium, bis Ende Mai Devisen für 4,3 Milliarden Euro bei der Zentralbank zu kaufen.

Mittelfristig schwachelt aber auch die russische Wirtschaft. Sie wuchs Im vergangenen Jahr nur um 1,3 Prozent. Präsident Wladimir Putin hatte sportliche 5 Prozent vorgegeben.

su mit Reuters