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Griechenlands Landwirte: Von den Feldern auf die Barrikaden

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Griechenlands Landwirte: Von den Feldern auf die Barrikaden

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In Athen haben mehr als 4000 griechische Bauern gegen die Sparvorgaben aus Brüssel demonstriert. EU-Fahnen wurden verbrannt, die Proteste verliefen insgesamt jedoch friedlich. Der Protestmarsch führte vor das Landwirtschaftsministerium und das Parlament.
Die Demonstranten wenden sich gegen eine stärkere Besteuerung und höhere Dieselpreise, sowie gegen die Einführung von Rechnungsbüchern für Bauern mit geringen Einkünften.

“Sie werden weiterkämpfen,” meint Vangelis Boutas von einer Bauerngewerkschaft, “damit es der Regierung nicht gelingt, sie von den Feldern in die Armut zu treiben.”

“Sollen die Politiker doch mal ihre gemütlichen Büros verlassen und auf den Feldern arbeiten, Kühe melken und Schafe hüten, um herauszufinden, wie es ist, sich als Bauer durchzuschlagen,” macht dieser Demonstrant aus Kreta seiner Wut Luft.

Die Anwesenden fordern von der Regierung, mit den Verhandlungen bei Null zu beginnen, ansonsten würden sie die Proteste auf zahlreiche Hauptstraßen und Autobahnkreuze im ganzen Land ausweiten.

euronews-Korrespondent Stamatis Giannisis war bei den Protesten dabei. “Seit mehr als 30 Tagen demonstrieren griechische Landwirte für die Abschaffung des neuen Steuersystems. Sie sind fest entschlossen, sagen sie, ihre Proteste solange fortzusetzen, bis die Regierung einlenkt,” so die Einschätzung unseres Korrespondenten vor Ort.