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Zwei-Staaten-Lösung für Peugeot

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Zwei-Staaten-Lösung für Peugeot

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Peugeot hat nach einem neuen Milliarden-Verlust seinen Rettungsanker präsentiert.

Insgesamt bekommt der angeschlagene französische Autohersteller drei Milliarden Euro Kapitalspritze. Der chinesische Partner Dongfeng und der französische Staat steigen ein, auch die Altaktionäre geben Geld. Die Gründerfamilie Peugeot verliert aber ihre starke Machtbasis zugunsten der neuen Miteigentümer.

Paris und und der Staatsbetrieb Dongfeng bekommen für je 800 Millionen Euro je 14 Prozent der Anteile. Das Paket der Peugeot-Familie fällt auf ebenfalls 14 Prozent. Bislang hielt sie 25 Prozent der Anteile und kontrollierte 38 Prozent der Stimmrechte. In der Familie war der Plan bis zuletzt umstritten.

Noch leidet der Traditionskonzern aber unter der Krise in Europa. Im vergangenen Jahr fielen 2,32 Milliarden Euro Nettoverlust an. 2012 war es mehr als doppelt so viel – fünf Milliarden Euro. Der Umsatz sank 2013 um 2,4 Prozent auf gut 54 Milliarden Euro.

Mit weiteren Modellen soll nun der Autoabsatz massiv gesteigert werden. Auf Wachstum hofft das Management nun vor allem in Asien. So soll sich der Jahresabsatz bald nach dem Jahr 2020 auf insgesamt 1,5 Millionen Wagen verdreifachen.

In Europa waren wegen der Wirtschaftskrise in den vergangenen Jahren deutlich weniger neue Autos gekauft worden. Während die deutschen Premium-Hersteller BMW und Audi dies in Asien und Amerika mehr als ausgleichen konnten, kamen viele Hersteller für den Massenmarkt unter die Räder, darunter Opel und Peugeot.

su mit Reuters