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Scharfschützen machen offenbar Jagd auf Regierungsgegner

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Scharfschützen machen offenbar Jagd auf Regierungsgegner

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Bürgerkriegsähnliche Zustände am Donnerstagmorgen in der Nähe des Maidan in Kiew. Aktivisten versuchen sich mit Schildern vor dem Kugelhagel zu schützen. Die ukrainischen Sicherheitskräfte erhielten Schusswaffen für den “Anti-Terror-Einsatz”. Innenminister Vitali Sachartschenko bestätigte, dass sie die Waffen mit scharfer Munition einsetzen dürfen. Beobachtern zufolge herrscht ab sofort ein Ausnahmezustand. Nach Angaben der Regierungsgegner wurden Demonstranten gezielt erschossen. Die meisten Opfer habe es auf der Institutsstraße zwischen Unabhängigkeitsplatz und dem Regierungsviertel gegeben.

Ärzte und Augenzeugen sagen, Scharfschützen hätten gezielt Jagd auf Aktivisten gemacht. Die Regierung dementierte. Doch mittlerweile kursieren Videos wie dieses im Internet auf denen ein Scharfschütze inmitten der Sondereinheit Berkut zu erkennen ist. Internationale Journalisten erzählen, dass auch sie beschossen wurden, als sie auf dem Balkon ihres Hotels live über die Ereignisse berichteten.

Die Demonstranten sind auch bewaffnet, meist mit Gewehren.