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Ukrainische Olympioniken besorgt

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Ukrainische Olympioniken besorgt

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Willommen zu unserem Olympia-Magazin. Heute starten wir aber nicht mit olympischen Medaillen und Wettbewerben denn die Ereignisse in der Ukraine überschlagen sich. Die Gewalt zwischen den Demonstranten und den Sicherheitskräften eskaliert. Was das ukrainische Team in Sotschi betrifft, wurde viel spekuliert und es gab verschiedene Informationen. Offenbar diskutiert das Team darüber, nicht mehr an den Wettbewerben teilzunehmen. Wie die Situation im Moment aussieht – sehen Sie im folgenden Beitrag.

Aus Protest gegen das brutale Vorgehen der Regierung in Kiew hat die Skirennläuferin Bogdana Mazozka ihre Teilnahme am Rennen abgesagt. Zudem meldeten sich zwei weitere Athleten ab.

Der Chef der ukrainischen Olympiamannschaft, Sergej Bubka erklärte nach einem Krisengespräch, kein ukrainischer Olympionike reise jedoch vorzeitig aus Sotschi ab. IOC-Kommunikationsdirektor Mark Adams unterstrich: “Er respektiert wirklich jede Entscheidung der Athleten. Sie sollen tun, was sie für das Beste halten. Ich weiß aber vom Nationalen Olympischen Komitee der Ukraine, dass man einen Verbleib bei den Spielen für den besten Weg hält, Solidarität zu zeigen, so demonstrieren die Athleten auch, dass der Sport zu einer Aussöhnung beitragen kann.”

Adams widerspricht zudem Meldungen, wonach die Sportler keine schwarzen Armbinden tragen dürfen. “Das wurde ihnen nicht verboten. Das ukrainische NOK hat bei einem Treffen mit dem IOC darüber diskutiert, was man tun sollte. Und sie sind zu dem Schluss gekommen, dass es andere Wege gibt, um Anteilnahme zu zeigen. So hat das Team eine Schweigeminute im olympischen Dorf abgehalten.”

IOC-Präsident Thomas Bach lobte die ukrainischen Sportler dafür, dass sie ihr Land „weiter mit großer Würde“ bei den Winterspielen in Sotschi vertreten. Das Team ist mit 43 Athleten nach Sotschi gereist.

Unterdessen hat in Sotschi der 13. Wettkampftag stattgefunden. In sechs Disziplinen standen Entscheidungen an. Bei den Nordischen Kombinierern hat Norwegen nach dem Sprung von der Großschanze und dem 4 × 5-Kilometer-Langlauf die Nase vorn gehabt. Das Team holte Gold mit gerade mal 0,3 Sekunden Vorsprung vor Deutschland.
Österreich belegt den dritten Platz.

Bei den Skicrossern feierte Frankreich einen Dreifach-Triumph. Das gelang den Franzosen das letzte Mal 1924 bei den Olympischen Spielen in Paris. Aber in Sotschi ist es bereits das sechste Mal, dass ein Team alle Medaillen abräumt. Gold ging an Jean Frederic Chapuis.

Zum vierten Mal infolge haben die kanadischen Eishockey-Frauen olympisches Gold geholt. Das Team gewann in einem dramatischen Finale mit 3:2 in der Verlängerung gegen die USA. Zunächst hatte es nach einem Sieg für die Amerikanerinnen ausgesehen, aber die Kanadierinnen holten noch einen 0:2-Rückstand auf. In der neunten Minute der Overtime wurde Marie-Philip Poulin mit ihrem zweiten Treffer zur Matchwinnerin. Bronze gewann die Schweiz.

Beim Eiskunstlaufen der Frauen hat Russland zum ersten Mal in seiner Geschichte olympisches Gold geholt. Die 15-Jährige Julia Lipnizkaja fiel im Kurzprogramm und in der Kür, aber ihre Landsfrau, die 17-Jährige Adelina Sotnikowa schaffte es bis ganz oben aufs Treppchen. Nach dem Kurzprogramm hatte sie noch auf dem zweiten Platz hinter der Koreanerin Yu-Na Kim gelegen. Mit der Kür überzeugte sie dann die Jury. Bronze ging an die Italienerin Carolina Kostner.