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Unruhen in Venezuela: Zahl der Opfer weiter gestiegen

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Unruhen in Venezuela: Zahl der Opfer weiter gestiegen

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In Venezuela dauern die Straßenschlachten weiter an. Bei den Zusammenstößen wurden bisher sechs Menschen getötet. Die vorwiegend studentischen Demonstranten fordern von der Regierung inzwischen nicht nur Maßnahmen gegen Kriminalität und Nahrungsmittelknappheit, sondern auch den Rücktritt von Präsident Nicolas Maduro.

“Wir sind es leid, deshalb sind wir hier”, erklärte ein Demonstrant. “Wir werden kämpfen. Maduro muss weg, damit wir unsere Freiheit zurückbekommen.”

Die venezolanischen Behörden machen Oppositionspolitiker Leopoldo Lopéz für die Gewalt verantwortlich. Dieser ließ sich am Dienstag in Caracas freiwillig von der Polizei abführen.

“Wir sind hier, um Leopoldo Lopez zu unterstützen”, sagte ein anderer Demonstrant. “Warum? Weil das alle Menschen in Venezuela betrifft. Lopez hat keine Straftat begangen, er hat lediglich für ein besseres Venezuela demonstriert. Warum muss ein Oppositionsführer ins Gefängnis, nur weil er zum Protest aufgerufen hat?

Mit der Verhaftung des Oppositionspolitikers sind die Demonstrationen in Gewalt umgeschlagen. Seit einer Woche gehen Regierungsgegner und Studenten in mehreren venezolanischen Städten auf die Straßen.