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Ukraine: Scharfschützen töten weiter - Ärzte haben kaum eine Chance


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Ukraine: Scharfschützen töten weiter - Ärzte haben kaum eine Chance

Das Hotel Ukraina liegt im Herzen Kiews. Nur hundert Meter weiter spielen sich seit zwei Tagen Szenen wie in einem Bürgerkrieg ab. Das Gebäude ist in der Hand von Regierungsgegner, die Lobby wurde kurzerhand zur Notaufnahme umfunktioniert.

Eine Frau beklagt den Tod ihres Verwandten: “Eine Kugel hat meinen Neffen direkt ins Herz getroffen, an seiner Schulter ist sie wieder ausgetreten. Er liegt hier, in einer Blutlache, auf dem kalten Boden.”

Ins Krankenhaus wollen viele Verletzte nicht – dort könnten sie von der Polizei festgenommen werden.

Olga Bogomolets ist Ärztin und leistet Erste Hilfe in der Hotellobby: “Hier liegen zwölf Menschen, die getötet worden sind. Erschossen von professionellen Scharfschützen, direkt ins Herz, manche auch von hinten. Manche wurden in die Halsschlagader getroffen.”

Ärzte haben kaum eine Chance, Menschenleben zu retten.
Die Regierung jedoch bestreitet immer noch, Scharfschützen gegen die Demonstranten einzusetzen.

Euronews-Journalist Sergio Cantone berichtet aus Kiew: “Manche Opfer werden noch in der Nacht in die Westukraine gebracht, nach Lwiw oder Ternopil. Freiwillige und Ärzte helfen beim Transport der Verletzten.”

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

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