Eilmeldung

Eilmeldung

Was meint Putin zum Machtwechsel in Kiew?

Sie lesen gerade:

Was meint Putin zum Machtwechsel in Kiew?

Schriftgrösse Aa Aa

Ein unbewegliches Gesicht, das nicht offenbart, was in Wladimir Putin vorgeht. Nach dem überstürzten Machtwechsel in der Ukraine kehrte der russische Präsident zum Tagesgeschäft über: Er legte einen Kranz am Grab des unbekannten Soldaten in Moskau nieder. Es sickerte nur durch, dass die Ukraine Thema eines Telefongesprächs mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel war. Beide seien sich einig gewesen – wie auch der russische Patriarch Kirill I. forderte, dass die Ukraine nicht zerfallen dürfe.

Ähnliche Worte vom französischen Außenminister Laurent Fabius – er war federführend beim Deal zwischen dem geschassten Präsidenten Viktor Janukowitsch und der Opposition vom vergangenen Freitag. Eine Vereinbarung, die durch die Ereignisse nie umgesetzt wurde.

Wie sollten sich Frankreich und Europa verhalten, fragt Fabius. Nun müsse man den demokratischen Übergang überwachen, der sich hoffentlich friedlich vollziehe, und dass die Einheit und Gesamtheit der Ukraine respektiert würden.

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel rief bereits die Oppositionsführerin Julia Timoschenko an, um ihr zur Freilassung zu gratulieren.

Großbritanniens Außenminister William Hague appellierte an Putin, die wirtschaftlichen Beziehungen der Ukraine zu anderen Staaten nicht zu torpedieren.