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Maidan-Bewegung will neue Gesichter

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Maidan-Bewegung will neue Gesichter

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euronews-Reporterin Angelina Kariakina berichtet aus Kiew: “Während die Politiker in der Ukraine über eine Koalition und die Kandidaten für den Posten des Regierungschefs verhandeln, verlangt die Bewegung vom Maidan, die sich nicht auf Kiew begrenzt, einen Neustart des politischen Systems und neue Gesichter im Staatsapparat.”

Vor der Rada – dem Parlament – protestieren die Menschen: Julia, geh in Rente. Am Nachmittag hatte Timoschenko bereits erklärt, sie wolle nicht erneut Ministerpräsidentin werden.

Eine Demonstrantin meint, “die Ukraine will keinen neuen Chef, sie will eine Zukunft. Wir wollen keine Verbrecherbande, die die andere ablöst. Ich will Transparenz bei der Opposition, damit der Wähler weiß, wofür welcher Kandidat steht, und damit man die Biographien der Kandidaten kennt.”

Ein Passant in Kiew fügt hinzu, “wir wollen nicht die ewig alten Gesichter in der Regierung sehen. Wir erinnern uns nur zu genau an die Lektionen von 2004. Schluss damit.”

“Wir wollen neue Gesichter, und zwar jene der Menschen, die die Revolution gemacht haben. Die Menschen haben ihre Leben nicht für Politiker, sondern für ihre eigene Freiheit gegeben. Timoschenko war schon mal Ministerpräsidentin, verändert hat sie nichts,” ärgert sich ein Demonstrant.

Er gehört zu den Köpfen an der neuen Spitze der Ukraine: Übergangspräsident Alexander Turtschinow, ein Vertrauter Timoschenkos. Er kündigte zum einen einen Westkurs der Ex-Sowjetrepublik an. Zum anderen unterstrich er die Wichtigkeit gleichberechtigter Beziehungen zu Russland.