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Nach der Stunde Null in Kiew

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Nach der Stunde Null in Kiew

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Nach den Umwälzungen des Vortags kommt der Maidan langsam zur Ruhe. Dieser Sonntag ist der Abschluss einer zweitägigen Staatstrauer:

82 Menschen fielen den Kämpfen der letzten Tage zum Opfer, unter ihnen auch Sicherheitskräfte. Viele starben durch Schüsse von Scharfschützen.

Anna Bjala, die in Kiew wohnt, ist auch auf den Maidan gekommen. Sie meint, man könne nicht in Worte fassen, wie groß die Trauer der Menschen in der Ukraine sei. Die Opfer blieben in ewiger Erinnerung und in ihren Herzen. Von ihnen werde sie noch ihren Kindern und Enkeln erzählen. Die Opfer haben den Tod in Kauf genommen als Preis für eine bessere Zukunft. Die Geschichte werde sie niemals vergessen.

Am Sankt Michael Kloster errichteten Trauernde einen Schrein.
Trotz Tränen und getrübter Stimmung: Forderungen mehren sich, die Täter und Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

Auf dem Maidan ist eine Leiche aufgebahrt, in eine ukrainische Fahne gehüllt: Auf ihr liegt ein Schild mit den Worten: Janukowitsch, du bist der Nächste.