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Die großen Gewinner und Verlierer der Winterspiele von Sotschi

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Die großen Gewinner und Verlierer der Winterspiele von Sotschi

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Olympische Helden hat es ausreichend gegeben in Sotschi, aber einer überstrahlte alle: Ole Einar Björndalen. Der norwegische Biathlet-Veteran kam als einer von vielen Athleten an und wurde der höchstdekorierte olympische Wintersportler aller Zeiten. Mit zweimal Gold in Sotschi übertrumpfte Björndalen seinen bis dato führenden Landsmann Björn Dählie. Fast wäre noch ein drittes Gold in der Biathlon-Staffel herausgesprungen, das vermieste Björndalen aber Schlussläufer Emil Hegle Svendsen.

Daria Domratschewa aus Weißrussland kam schon als Grande Dame des Biathlon nach Sotschi und wurde ihrem Ruf gerecht. Dreimal Gold gewann die Biathelin in Individualrennen; ein noch besseres Abschneiden verhinderte nur die schwache weißrussische Staffel.

Ähnlich erging es der besten Langläuferin der Spiele, Marit Björgen. Nur in der Staffel stotterten Norwegens Damen mit Rang fünf. Auf sich allein gestellt, erreichte Björgen aber drei Goldmedaillen und ist jetzt bereits sechsfacher olympischer Champion.

Die beste Mannschaft in Sotschi stellten zweifellos die Kufen-Stars der Niederlande mit ihrem Vorzeige-Eisschnellläufer Sven Kramer. 23 Medaillen eroberten die Flachländler in Sotschi. Viermal sogar alle drei Edelmetalle auf einen Schlag. Derartig überlegen präsentierte sich kein anderes Team in einer Wintersportart.

Die Kehrseite des Medaillenrausches: außerhalb des Eisschnelllaufs gab es für die Niederlande nur noch eine Medaille im Shorttrack.

Auch die Liste prominenter Verlierer von Sotschi ist lang: Im Ski alpin versagte Norwegens Aksel Lund Svindal. Angereist mit mindestens drei Gold-Ambitionen, blieb Svindal jegliches Edelmetall versagt.

Das gleiche Schicksal ereilte Landsmann Petter Northug im Langlauf. Der zweifache Olympiasieger von Vancouver und neunfache Weltmeister ging in Sotschi ebenfalls leer aus.

Auch der Usain Bolt des Snowboardens in der Halfpipe, der Amerikaner Shaun White, floppte in seiner Paradedisziplin. Als einsamer Favorit am Start, kostete White ein schwerer Fehler Gold und sogar einen Podiumsplatz.