Eilmeldung

Eilmeldung

Öl und Gas in der Nordsee: schottisch-britischer Zankapfel

Sie lesen gerade:

Öl und Gas in der Nordsee: schottisch-britischer Zankapfel

Schriftgrösse Aa Aa

Im Kampf gegen die Unabhängigkeit Schottlands bringt der britische Premierminister David Cameron jetzt die umfangreichen Öl – und Gasvorkommen vor der schottischen Küste ins Spiel.
Beim Besuch einer Bohrinsel in der schottischen Nordsee erklärte Cameron, die Ölindustrie habe international nur eine Wettbewerbschance, wenn Schottland bei Großbritannien bleibe:

“Es spricht deutlich für das Vereinigte Königreich und somit für einen der zehn weltweit wichtigsten Wirtschaftsmärkte, dass wir weiter gemeinsam hinter dieser Industrie stehen. Auch im Sinne einer Gewinnmaximierung für das Vereinigte Königreich inklusive Schottland. Wir profitieren gemeinsam von Steuerregelungen, Investitionen und Langzeit-Strukturen. Das ist gut für alle Beteiligten.”

Der schottische Ministerpräsident Alex Salmond wirft der Regierung in London dagegen ein mangelhaftes Management der Offshore-Ressourcen vor.
Ein unabhängiges Schottland könne die Öl – und Gasvorkommen besser vermarkten:

“Ohne die Öl-Produktion liegt die schottische Wirtschaft in etwa gleichauf mit der des Vereinigten Königreiches. Mit der Öl-Förderung wäre die schottische Wirtschaft um etwa ein Fünftel stärker. Schottland verfügt also über enorme ökonomische Kraft. Öl und Gas sollten einen Bonus darstellen in Bezug auf einen verantwortlichen Umgang mit Rohstoffen. Jedenfalls im Sinne einer langfristigen Zusammenarbeit.”

Die Öl – und Gasvorkommen in der schottischen Nordsee werden ein britischer Zankapfel bleiben.
Erst am 18. September stimmen die Schotten über die Unabhängigkeit ihres Landes von Großbritannien ab.