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Russischer Botschafter aus Kiew zurückbeordert

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Russischer Botschafter aus Kiew zurückbeordert

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Nach dem Machtwechsel in der Ukraine hat Russland
die Gesetzmäßigkeit der neuen Führung angezweifelt. Für Moskau gebe es auf Regierungsebene in der Ukraine niemanden, mit dem gesprochen werden könne, sagte Russlands Ministerpräsident Dmitri Medwedew.

“Falls sich Leute, die in schwarzen Masken und mit Kalaschnikow-Sturmgewehren durch Kiew schlendern, als Regierung bezeichnen, so wird die Arbeit mit einem solchen Kabinett sehr schwierig sein. Es gibt keine Regierung dort, wir haben große Zweifel an der Gesetzmäßigkeit der Vorgänge.”

Das Außenministerium in Moskau hatte aus Protest am Vorabend Botschafter Michail Surabow zurückbeordert. Russland hatte wiederholt einen “Staatsstreich” in der Ukraine kritisiert und vor einer Machtübernahme von Extremisten und Rechtsradikalen in Kiew gewarnt. Es bestehe eine reale Gefahr für für unsere Interessen sowie für Leben und Gesundheit unserer Landsleute, so Medwedew.

Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton wollte bei ihrem Besuch am Montag in Kiew auch über kurz-, mittel- und langfristige Aspekte eines Hilfsprogramms für die Ukraine sprechen. Das Assoziierungsabkommen mit der EU, das Janukowitsch im November 2013 unter russischem Druck zu unterzeichnen abgelehnt hatte, liege nach wie vor auf dem Tisch, hieß es aus Brüssel.