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Trends auf Feld und Wiesen - vorgestellt in Paris

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Trends auf Feld und Wiesen - vorgestellt in Paris

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Noch bis zum 2. März ist die 51. Ausgabe der Internationalen Landwirtschaftsausstellung auf dem Messegelände Porte de Versailles in Paris zu Gast. Diese bedeutende Veranstaltung lockt Jahr für Jahr etwa 700.000 Besucher an.

Giovanni Magi, Euronews-Korrespondent in Paris:
“Der Agrar- und Ernährungssektor ist einer der wichtigsten Industriezweige in Frankreich, mit mehr als 950.000 Beschäftigten und einem Handelsbilanzüberschuss von 9 Milliarden Euro. Kein Wunder also, dass sich die Landwirtschaftsstellung einer so großen Popularität erfreut.”

Jean-Luc Poulain, Präsident der Landwirtschaftsausstellung:
“Wir müssen darauf achten, dass die Landwirtschaft, ähnlich wie andere Industriezweige in Frankreich, wettbewerbsfähig bleibt. Und dabei spielen die Kosten eine entscheidende Rolle. Wir haben in den letzten Jahren im internationalen Wettbewerb an Boden verloren. Das gilt es zu stoppen. Die französischen Bauern sind in der Lage, diese Herausforderung zu meistern.”

Die Zukunft der Landwirtschaft spielt eine große Rolle auf der Messe. Ein wichtiges Thema ist die Ökologie.

Olivier Le Gall, stellvertretender Generaldirektor des Landwirtschaftsforschungsinstituts INRA:
“Ökologische Landwirtschaft ist nicht von gestern. Es handelt sich dabei vielmehr um ein äußerst komplexes Thema und wir sehen es als unsere Aufgabe an, den Bauern die komplizierten Zusammenhänge näher zu bringen. Kurz gesagt: Ökologische Landwirtschaft ist hi-tech.”

Die Zukunft der Landwirtschaft ist eng mit neuen Technologien verbunden. Der französische Hersteller Gregoire präsentiert zum Beispiel eine hoch technisierte Traubenerntemaschine.

Geoffrey Delon, Assistent der Produktionsleitung bei Gregoire:
“Wir haben einen farbigen Touchscreen, einen Joystick und eine Konsole. Außerdem wird die Höhe, in der die Maschine arbeitet automatisch gesteuert, um die Qualität der Ernte sicherzustellen.”

Die Technologie hält auch Einzug in die Gemüseernte. Mit einer speziellen Software lernen die Bauern Drohnen zu fliegen, die den Einsatz von Dünger optimieren.

Julien Massonnat, Koordinator der Initiative “Gemüsefarm Odyssee”:
“Das Thema Wirtschaftlichkeit bestimmt jetzt schon den Alltag der Bauern. Der gezieltere Einsatz von Düngemitteln spart jedoch nicht nur Geld, sondern hilft auch der Umwelt.”

In Zeiten der globalen Finanzkrise bietet die Landwirtschaft, trotz zahlreicher Probleme, weiterhin Beschäftigungsmöglichkeiten. Besonders für junge Leute.

Jean-Luc Poulain, Präsident der Landwirtschaftsausstellung:
“Wir haben alleine im Produktionssektor derzeit 11.000 freie Stellen. Die Landwirtschaft ist ein Beschäftigungsmotor. Und die Stellen sollen möglichst alle besetzt werden.”

Die Landwirtschaft ist ein wesentlicher Teil der Kultur Europas. Und sie wird wohl auch in Zukunft eine der wichtigsten Wirtschaftszweige bleiben.