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Ukraine: Ja zu Russland und Europa

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Ukraine: Ja zu Russland und Europa

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Der ukrainische Übergangspräsident Alexander Turtschinow will einen Dialog mit Russland. Zugleich mahnte er dringende Maßnahmen an, um die Wirtschaft des Landes zu stützen, die Ukraine sei fast zahlungsunfähig, gab Turtschinow gestern in einer Fernsehansprache bekannt.

“Die Rückkehr auf den Weg in Richtung europäische Integration hat Priorität. Wir müssen in die Familie der europäischen Staaten zurückkehren und uns gleichzeitig der Wichtigkeit unserer Beziehung zu Russland bewusst sein”, sagte Turtschinow.

Russland hat unterdessen seinen Botschafter aus Kiew nach Moskau einbestellt. Der Grund sei die “sich verschlechternde Lage in der Ukraine”, ließ das russische Außenministerium verlauten.

“Es gibt keinen Widerspruch zwischen einer Ukraine, die eine lange historische und kulturelle Verbindung zu Russland hat, und einer modernen Ukraine, die ein engeres Verhältnis zu Europa will”, so Susan Rice, Sicherheitsberaterin von US-Präsident Barack Obama.

Am heutigen Montag reist die Außenbeauftragte der Europäischen Union, Catherine Ashton, nach Kiew. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem Gespräche über mögliche Wirtschaftshilfen und die Rolle der EU bei der weiteren politischen Entwicklung in der Ukraine.