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EU-Kommission: Wachstum statt Deflation

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EU-Kommission: Wachstum statt Deflation

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Die EU-Kommission traut der Euro-Zone nach zwei Rezessionsjahren einen zarten Aufschwung zu. Das Bruttoinlandsprodukt werde in diesem Jahr um 1,2 und 2015 um 1,8 Prozent wachsen, so die Brüsseler Behörde in ihrer Winterprognose . Sie hob damit ihre bisherige Vorhersage minimal an. Bis auf Zypern und Slowenien sollen in diesem Jahr alle anderen 16 Euro-Länder wieder zulegen. Zu den Zugpferden gehört Europas größte Volkswirtschaft Deutschland mit 1,8 und 2,0 Prozent (Frankreich: 1,0%;1,7%; EU: 1,5%; 2,0%).

Olli Rehn, EU-Kommissar für Wirtschaftspolitik:

“Der Aufschwung in der Europäischen Union kommt voran und arbeitet sich durch die einzelnen Länder – dabei bleibt er immer noch bescheiden. Allerdings bleibt die Arbeitslosigkeit in vielen Mitgliedsstaaten hoch, wie Sie wissen, auch wenn wir erwarten, dass im Lauf dieses Jahres einiges besser wird – und im nächsten Jahr.”

Außerdem dürfte die Neuverschuldung in einigen Krisenländern wie Spanien, aber auch in Frankreich, selbst im kommenden Jahr noch die Drei-Prozent-Defizitschranke reißen.

Rehn fordert die Euro-Staaten deshalb auf, mit ihren Reformen nicht nachzulassen.

Sollten die Reformen ins Stocken geraten, drohe ein erneuter Vertrauensverlust an den Finanzmärkten. Das wiederum stelle die größte Bedrohung für den erwarteten Aufschwung dar.

Eine für die Wirtschaft gefährliche Deflation – also einen Preisverfall auf breiter Front – erwartet die EU-Kommission nicht.

su mit Reuters