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Frankreich verlängert Militäreinsatz in der Zentralafrikanischen Republik


Zentralafrikanische Republik

Frankreich verlängert Militäreinsatz in der Zentralafrikanischen Republik

Mit einer überwältigenden Mehrheit von 428 zu 14 Stimmen hat das französische Parlament die Verlängerung des Militäreinsatzes in der Zentralafrikanischen Republik bewilligt.
Dort kommt es weiterhin zu religiös motivierten Gewaltausbrüchen zwischen Christen und Muslimen.
Die tiefe Kluft zwischen den Glaubensgruppen wird am Beispiel der zentralafrikanischen Ortschaft Yaloke deutlich. Reich an Bodenschätzen wie Gold, ist die augenscheinliche Ruhe in der zerstrittenen gemischt religiösen Zivilbevölkerung trügerisch.

“Es ist vorbei”, erklärt diese Christin. “Wir wollen hier keine Muslime mehr sehen. Wenn sie sich hier blicken lassen, bricht die Hölle aus.”

Traditionell befand sich das Goldschürf-Geschäft in muslimischer Hand. Mittlerweile haben Christen den lukrativen Handel federführend übernommen.

Die religiöse Kluft ist tief, es gibt aber auch versöhnliche Ansätze unter den Zivilisten.
Ein christlicher Bewohner erläutert:

“Unsere muslimischen Brüder, die 50 Jahre lang Seite an Seite mit uns gelebt haben, sollten hier bleiben dürfen und in Frieden arbeiten dürfen wie zuvor auch schon.”

Aber in anderen Teilen der Zentralafrikanischen Republik herrscht weiterhin Babarei.
So sollen allein seit dem vergangenen Wochenende bis zu 100 vertriebene Muslime von christlichen Milizen getötet worden sein.
Ohne, dass die rund 7.600 französischen und afrikanischen Soldaten im Land dies hätten verhindern können.

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

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