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Ukraine: Gestürzter Präsident soll vor Haager Gericht

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Ukraine: Gestürzter Präsident soll vor Haager Gericht

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Der gestürzte ukrainische Staatspräsident soll vor Gericht, und zwar vor den Weltstrafgerichtshof in Den Haag. Das beschloss das Parlament.

Neben Wiktor Janukowitsch sollen auch sein Innenminister und sein Generalstaatsanwalt vor das Haager Gericht. Es geht dabei um die vielen Todesopfer während der Proteste gegen die alte Regierung.

Die Bildung einer neuen Regierung, für heute geplant, wurde mangels Einigkeit auf Donnerstag verschoben.

Die Regierungsbildung sei eine große Verantwortung, sagt Igor Miroschnitschenko, ein Abgeordneter der bisherigen Opposition. Um die Wirtschaft zu retten, müsse es schnell gehen – aber auch nicht zu schnell, damit keine Fehler passierten.

Man wolle die Regierungsbildung nach allen Kräften unterstützen und für das neue Kabinett stimmen, meint Alexander Jefremow, der Chef der Janukowitsch-Fraktion; selbst wolle man aber nicht mitregieren.

Heute war auch der erste Tag, um sich als Bewerber um das Amt des Staatspräsidenten einzuschreiben. In genau drei Monaten, am 25. Mai, wird das neue Staatsoberhaupt der Ukraine gewählt.