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Ukraine: Ungewisse Lage in russisch geprägten Landesteilen

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Ukraine: Ungewisse Lage in russisch geprägten Landesteilen

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Mehr Russland – das fordern Teilnehmer einer Kundgebung vor dem Parlament der Krim in Simferopol. Die Ukraine ist ein tief gespaltenes Land: Die Halbinsel im Schwarzen Meer und weitere Gegenden im Süden und Osten sind russisch geprägt.

Die Meldungen aus dem westlicher eingestellten Rest des Landes beunruhigen hier. Bürgerwehren bilden sich; sie sollen gegenhalten, falls radikale Demonstranten von dort
herkämen und Unruhen anstifteten – so die Befürchtung.

Im russischen Parlament kursiert die Idee, man könne russischstämmige Ukrainer mit russischen Pässen versehen.

Käme es tatsächlich dazu, wären die betreffenden Ukrainer aus Moskauer Sicht Russen, die bei unliebsamen Entwicklungen geschützt werden müssten – wie im Fall Südossetien
und dem damaligen Krieg mit Georgien.

Die Mittel dazu wären in diesem Fall aber schon vor Ort: In der Krimstadt Sewastopol hat Russland seine Schwarzmeerflotte stationiert, in der Nachfolge der Sowjetunion. Ein
langfristiges Abkommen mit der Ukraine sichert Russland diesen Stützpunkt.