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Britische Forscher überwachen Küstenschwund nach Sturmflut

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Britische Forscher überwachen Küstenschwund nach Sturmflut

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Nach der großen Sturmflut erholen sich Europas Küsten von dem Schock. Die schlimmsten Stürme seit Jahrzehnten fegten über Portugal, Frankreich und Großbritannien hinweg. Heftige Regenfälle verursachten Überschwemmungen.
Der Grund, sagen Experten ist die Klimaerwärmung. Der Meeresspiegel steigt, Stürme werden immer heftiger und lassen sich schlechter vorhersehen. Eine weitere Konsequenz ist Erosion. In Großbritannien schwindet die Küste, unwiederbringlich. Sanddünen schrumpfen, Kreidefelsen bröckeln. Forscher von der Universität in Plymouth untersuchen die Veränderungen seit drei Jahren im Rahmen einer Studie.

Gerd Masselink, Geomorphologe an der Universität Plymouth: “Wir wollen verstehen, unter welchen Bedingungen, bei welchem Wellengang, welcher Flutstärke die Strukturen der Welllenkraft standhalten und unter welchen nicht. Wenn wir das wissen, haben wir ein Instrument, mit dem wir die Wahrscheinlichkeit einer Überschwemmung der Küste als Folge dieser extremen Stürme voraussagen können.”

Die Küstenlinie schrumpft im untersuchten Gebiet für gewöhnlich um durchschnittlich 20 bis 30 Zentimeter pro Jahr. Doch in diesem Jahr werden es zwei oder gar drei Meter Landverlust sein.

Um den Zustand der Küste zu verstehen und das Überflutungsrisiko einzuschätzen, nutzen die Forscher diverse Messgeräte, wie Wärmebildkameras und führen elektroakustische Messungen durch.

Claire Earlie, Küstenforscherin an der Universität Plymouth: “Das ist ein terrestrischer Lasercanner, mit dem wir die Küstenfelsen vermessen. Das Gerät hat einen rotierenden Laserstrahl, der hier herausströmt, während sich der Laser um die eigene Achse dreht. Auf diese Weise wird die Felsenoberfläche erfasst.”

Die Forscher hoffen, dass die Ergbnisse ihrer Studie bei der Planung künftiger Wohngebiete und Infrstrukturen in Küstennähe mit einbezogen werden. Damit sie nicht bei der nächsten Sturmflut mit beiden Füssen im Wasser stehen.