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Implantat ermöglicht bessere Behandlung von Herzpatienten

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Implantat ermöglicht bessere Behandlung von Herzpatienten

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Es ist nur ein kleiner Apparat – aber damit können Ärzte ihre Patienten bis zu drei Jahre lang beobachten.

Das implantierbare Gerät wurde 1997 zum ersten Mal getestet. Mittlerweile ist es schmaler und besser geworden.

Es wird Patienten eingesetzt, die zum Beispiel an Herzrhythmusstörungen leiden. Ärzte können mit dem Messgerät genauere Diagnosen stellen.

Die Technik wird von immer mehr Krankenhäusern benutzt. Auch in einem Zentrum im Norden von Portugal haben die Mediziner das Gerät schon eingepflanzt. So auch Vitor Sanfins, Kardiologe am Krankenhaus von Guimaraes. Er beschreibt die Vorteile: “Der Patient muss dann nicht mehr ins Krankenhaus kommen, weil die Informationen im System gespeichert werden. Manche Patienten leben zwei oder drei Stunden vom Krankenhaus entfernt, für die ist diese Technik sehr hilfreich.”

Bei einem 15-minütigen Eingriff wird der Apparat in den oberen linken Brustkorb eingesetzt. Der Einschnitt ist nicht einmal einen Zentimeter breit. Das Gerät ist mit bloßem Auge nicht zu erkennen. Um Herzpatienten über längere Zeiträume zu beobachten, ist der Eingriff nur der erste Schritt, erklärt Sanfins:
“Mit diesem System kann man ein Elektrokardiogramm über drei Jahre hinweg beobachten. Das Krankenhaus kann per Internet auf die Messungen zugreifen, genau in dem Moment, in dem etwas passiert. Zum Beispiel, wenn ein Patient in Ohnmacht fällt.”

Neue Sensoren, die den Blutdruck oder die Durchblutung messen, könnten den Ärzten weitere wichtige Informationen über Herzpatienten liefern – denn in Zeiten, in denen die Menschen immer älter werden, steigt gleichzeitig auch die Notwendigkeit zu effizienteren Behandlungsmethoden.