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Kontroverse um Gift für Hinrichtungen in den USA

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Kontroverse um Gift für Hinrichtungen in den USA

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Im amerikanischen Bundesstaat Missouri ist ein Mann hingerichtet worden. Er hatte 1989 ein fünfzehnjähriges Mädchen vergewaltigt und getötet.

Seine Verteidiger wollten einen Aufschub erreichen: Sie kritisierten, das Gift für die Hinrichtung sei in einer Apotheke gemischt worden. Es sei vielleicht schlechter als industrielle Mittel und verursache dann unnötiges Leid.

Apotheken unterstehen außerdem im Gegensatz zu Pharmaherstellern auch nicht der Kontrolle durch die FDA, die Nahrungs- und Medikamentenaufsicht des Bundes.

Dass überhaupt eine Apotheke das Gift mischt, hat mit den Pharmafirmen zu tun: Sie weigern sich inzwischen zu liefern, weil sie nicht mit Hinrichtungen in Verbindung gebracht werden wollen.

Auch eine Apotheke, die jetzt als Lieferant ausgesucht worden war, weigerte sich dann aber. Die Behörden fanden
einen anderen Lieferanten – welchen, das halten sie jetzt jedoch geheim.