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Wiktor Janukowitsch ist weg. Die Jagd auf ihn und seine Dokumente ist eröffnet, während gleichzeitig der Kampf um die Macht im Lande neu entbrennt.
Zuerst promenierten staunende Bürger durch die Luxusgemächer seiner Residenz. Zur gleichen Zeit wurde an anderen Orten Lenindenkmäler gestürzt.
Anders als vor fast 25 Jahren in der eher spießigen Waldsiedlung des Politbüros in der DDR konnten die Bürger hier echten Prunk bestaunen und sich fragen, auf wessen Kosten das in ihrem chronisch klammen Lande finanziert werden konnte. Samt Privatsee und Privatzoo. Hier machte sich kein Bürgerkomitee an die Sicherung erbeuteter Akten.
In der Ukraine kümmern sich darum Journalisten, die sogleich eine Internet-Seite für die Veröfflichung der eben noch geheimen Staatsakten eingerichtet haben. “Die Dokumente sind sehr wertvoll”, sagt Journalist Oleksandr Akimenko. “Sie können dabei helfen, Beweise für ein System der Korruption zu liefern, das Wiktor Janukowitsch persönlich, seine Mitarbeiter und die Menschen um ihn herum aufgebaut haben.” Dann berichtet er über Belege von Finanztransaktionen, die jetzt erst noch sorgfältig gesichtet und ausgewertet werden müssten. Die neue Internetseite heisst: yanukovychleaks.org .Darauf wird man demnächst auch Berichte aus der Residenz des ebenfalls verschwundenen obersten Staatsanwalts der Ukraine finden. Die Sicherung der Residenzen mit ihren üppigen Schätzen haben Aktivisten der Partei Samooborona übernommen. Das Volk ist weiterhin zur Besichtigung eingeladen. Wichtiger aber dürfte sein, was nun im Internet erscheint. Dazu gehören auch Stapel von Dokumenten, die die Aktivisten aus dem Haussee der Janukowitsch-Residenz gefischt haben. Die sie jetzt in aller Eile trocknen und einscannen, damit keine Informationen verloren gehen.

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