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Zwischen Häme und Hoffnung: Reaktionen auf Renzi

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Zwischen Häme und Hoffnung: Reaktionen auf Renzi

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Die ersten parlamentarischen Hürden hat der neue italienische Regierungschef Matteo Renzi genommen. Nach dem Senat sprach dem 39-jährigen auch das Abgeordnetenhaus das Vertrauen aus.
Renzi präzisierte gleich seine geographischen Prioritäten:

“Die ersten Amtshandlungen der neuen Regierung werden uns nicht nach Brüssel führen.Für Brüssel gibt es noch genug Gelegenheiten. Auch die USA oder Russland stehen nicht auf dem Programm, sondern die Mittelmeerregion. Wir werden nach Tunesien reisen in der kommenden Woche.”

Den Mittelmeerraum also sieht Renzi zunächst als vordringliches Operationsgebiet. Die italienische Öffentlichkeit hält sich mit Beurteilungen noch zurück, gibt sich aber überwiegend hoffnungsfroh:

“Renzi ist wie eine kleine Ausgabe von Barack Obama. Tatsächlich hat Obama ihn ja auch schon angerufen und meinte, mit 39 Jahren hätte ihn noch keiner gekannt. Das lässt hoffen. Seine Rede war ungewöhnlich im Vergleich zu anderen Politikern, also ich bin optimistisch.”

“Ich bin überzeugt, dass Italien jetzt alle Möglichkeiten hat und dass Renzi hält, was er verspricht. Allerdings wird das wohl ein wirklich schwieriger Weg für ihn werden.”

Die Schlagzeilen der italienischen Medien schwanken zwischen Häme und Hoffnung:

“Amateure außer Kontrolle”

“Renzi, die EU sagt Dir nicht, was zu tun ist”

“Ja zu Renzi: die Dinge werden sich ändern”