Eilmeldung

Eilmeldung

"Frieden und nochmal Frieden" - Venezuelas Opposition misstraut Gesprächsangebot

Sie lesen gerade:

"Frieden und nochmal Frieden" - Venezuelas Opposition misstraut Gesprächsangebot

Schriftgrösse Aa Aa

Venezuela wird von der massivsten Protestwelle seit dem Amtsantritt von Nicolas Maduro erschüttert – kurz vor dem ersten Todestag des “Vaters der Nation” Hugo Chavez.

Bei Zusammenstößen zwischen der Nationalgarde und Demonstranten waren 16 Tote und mehr als 150 Verletzte auf der Strecke geblieben.

Lilian Tintori, Ehefrau des inhaftierten Oppositionsführer Leopoldo Lopez, er gilt als Hardliner:

“Die Menschen fühlen sich sie in ihren Häusern eingesperrt, sie haben Angst, rauszugehen, auch mit ihren Kindern, oder ihre Kinder abends rauszulassen. In den Läden suchen wir vergebens nach Essen.”

Mit einer “Friedenskonferenz” will Präsident Maduro nun die Lage beruhigen. Doch die Opposition hält das Treffen für eine Farce und will es boykottieren.

Der konservative Oppositionsführer Henrique Capriles:

“Er (Maduro) will Menschen einladen, sie sollen sich dort hinsetzen, mit ihm über Frieden und nochmal Frieden sprechen, dann dreht er die Musik auf, und das Problem ist gelöst. Er hat keine Ahnung”.

Das ölreiche Land kämpft mit Hyperinflation, ausufernder Kriminalität und Behördenwillkür – bei Wahlen behielten die Anhänger von Chavez’ und Maduros sozialistischer “Revolution” bisher die Oberhand.

su mit dpa