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"Mobile World Congress": Der Markt setzt auf erschwingliche Geräte

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"Mobile World Congress": Der Markt setzt auf erschwingliche Geräte

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Der “Mobile World Congress” (MWC) gehört zu den wichtigsten Messen der Mobilfunkbranche. Rund 75.000 Besucher und 3500 Journalisten besuchten in Barcelona die Stände der 1800 Aussteller. Zu sehen waren neue Modelle aus allen Sparten: von Smartphones und Tablets bis zur Technik, die am oder im Körper getragen wird. Am Eröffnungstag besuchte Prinz Felipe von Spanien die Schau.

Nokia verkündete in Spanien eine radikale Änderung seiner Strategie: Das Unternehmen setzt in Zukunft auf erschwingliche Geräte.

Euronews-Reporter Claudio Rocco:
“Wir erleben eine echte Revolution auf dem ‘Mobile World Congress’ in Barcelona. Nokia präsentiert ein Telefon auf Androidbasis, das Nokia X. Was ist der Grund für die neue Ausrichtung?”

Eine Nokia-Mitarbeiterin erklärte:
“Die neue Strategie folgt der Nachfrage der Verbraucher. Konsumenten, vor allem junge Menschen, suchen nach attraktiven Geräten zu erschwinglichen Preisen, etwas was die Welt der Android-Anwendungen sicherlich bietet.

Euronews:
“Schaut man das Telefon an, ähnelt es doch sehr einem Windows-Phone, wie kommt das?”

Die Nokia-Mitarbeiterin:
“Das kommt daher, dass viele Elemente beibehalten wurden. Die Schnittstelle liegt in den Quadraten, die eine einfache und schnelle Nutzung ermöglichen. Das steht in Kontinuität mit den Windows-Geräten.”

Das Nokia X soll zwischen 89 und 109 Euro kosten.

Von den erschwinglichen Telefonen zu den hochpreisigen Geräten. Der Star der Messe war das neue Samsung Galaxy S5. Neue Merkmale sind ein wasserfestes Gehäuse, eine verbesserte Kamera und ein Pulsmesser. In Anlehnung an Apple wurde auch ein Fingerscanner eingebaut, der nicht nur das Gerät entsperrt, sondern in Zukunft auch Einkäufe autorisieren soll. Das Gerät wird rund 700 Euro kosten.

Mark Zuckerberg, Gründer und Chef von Facebook, war in Barcelona, um Internet.org vorzustellen. Das ehrgeizige Projekt von Facebook und seinen Partnern zielt darauf ab, die ganze Welt ins Internet zu bringen. Sein persönliches Auftreten war ein Zeichen dafür, dass die Mobilfunkindustrie und das Internet nicht länger getrennt sind. Mehr als die Hälfte seiner Einnahmen erzielt das soziale Netzwerk aus der Smartphone-Werbung. Ein Anteil der durch den Zukauf der Nachrichten-App WhatsApp sicherlich noch steigen wird.

Ein Hingucker war das neue Smartphone der südkoreanischen Firma LG: Das neue G Flex hat ein leicht gebogenes Display, ist biegsam und soll rund 800 Euro kosten. Das Gerät ist “selbstheilend”: Dank einer speziellen zusammenfließenden Lackierung repariert das Gerät seine Kratzer.

Ein LG-Mitarbeiter erklärt:
“Einerseits passt sich das Gerät der natürlichen Gesichtsform an, was eine gute Tonqualität bei drei Dezibel verspricht. Ein anderer großer Vorteil ist die Qualität des Bildschirms, seine Panorama-Sicht, wenn man Multimedia-Inhalte anschaut.”

Der chinesische Hersteller Huawei präsentierte das neue X1 MediaPad Tablet, das mit Android 4.2 läuft. Das Tablet hat einen 7-Zoll-HD-Display und ist 4G-fähig. Es wiegt nur 239 Gramm und kostet 400 Euro.