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Ortstermin auf der Costa Concordia

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Ortstermin auf der Costa Concordia

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Francesco Schettino, der Kapitän des im Januar vor zwei Jahren gekenterten Kreuzfahrtschiffs Costa Concordia, ist auf das Schiffswrack zurückgekehrt. Schettino ist angeklagt, das Schiff in der Unglücksnacht verlassen zu haben und steht vor einem Gericht im toskanischen Grosetto. Bei dem Ortstermin sollen vor allem die Notfallgeneratoren des Schiffswracks untersucht werden. Wegen der langen Zeit seit dem Unglück machen sich Experten aber nur wenig Hoffnungen auf neue Erkenntnisse. Professor Bruno Neri von der Universität Pisa wies darauf hin, dass man schon im Juni 2012 darum gebeten habe, den Zugang zu dem Schiffswrack zu sperren. Dies sei jedoch nicht passiert.

Schettino selbst verteidigte sich bei dem Ortstermin. Er sagte, anders als andere, die Kompromisse mit der italienischen Justiz geschlossen hätten und für ein Schuldeingeständnis nur geringe Strafen bekommen hätten, stehe er vor Gericht. Er wolle die Wahrheit wissen.

Die Costa Concordia war im Januar 2012 vor der italienischen Mittelmeer-Insel Giglio havariert. Schettino hatte das Schiff während der laufenden Rettungsarbeiten verlassen. 32 der mehr als 4000 Menschen an Bord waren bei dem Unglück ums Leben gekommen.