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Janukowitsch will "um Ukraine kämpfen"

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Janukowitsch will "um Ukraine kämpfen"

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Der gestürzte Präsident der Ukraine, Viktor Janukowitsch, betrachtet sich weiter als legitimes Staatsoberhaupt. Janukowitsch äußerte sich auf seiner ersten Pressekonferenz nach dem Sturz in Rostow am Don. Er sagte, die Zeit sei gekommen, für die Zukunft der Ukraine zu kämpfen und gegen diejenigen anzutreten, die den Terror begonnen und das Land ins Chaos gestürzt hätten.

Janukowitsch warf dem Westen “Wortbruch” vor. Chaos, Anarchie und Terror seien ausgebrochen, nachdem er den von den EU-Vermittlern ausgehandelten Kompromiss unterschrieben habe. Nach der Unterschrift hätten die EU-Vermittler aber nichts getan, um den Kompromiss durchzusetzen, sondern sich auf die Seite der Radikalen geschlagen.

Die ukrainische Justiz traf unterdessen Vorbereitungen, um Janukowitschs Auslieferung zu erwirken. Der Politiker werde wegen des Verdachts des Massenmords während der Straßenschlachten zwischen Demonstranten und Polizei mit mehr als 80 Toten gesucht, teilte die Generalstaatsanwaltschaft in Kiew mit. In der Schweiz und Österreich wurden unterdessen Konten von Janukowitsch und Mitgliedern seiner
ehemaligen Regierung gesperrt.