Eilmeldung

Eilmeldung

Keine Panik? Da hören die Ukrainer weg

Sie lesen gerade:

Keine Panik? Da hören die Ukrainer weg

Schriftgrösse Aa Aa

Der neue Chef der Übergangsregierung hofft auf schnelle finanzielle Hilfen für die Ukraine. Dafür sei sein Land bereit, alle Bedingungen zu erfüllen.

Arseni Jazenjuk gab die Staatsschulden mit 75 Milliarden Dollar an – das wären 43 Prozent des Bruttoinlandsprodukts von 2012 (Weltbank).

Ministerpräsident Arseni Jazenjuk in der Zentralbank:

“Eine der wichtigsten Prioritäten ist, die Zusammenarbeit mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) wieder aufzunehmen. Und wir werden alle Bedingungen erfüllen, ich wiederhole, alle Bedingungen, die für dieses Darlehen gestellt werden, und das ukrainische Parlament und die Koalition werden für die Gesetze stimmen, die für den Erhalt dieses Geldes notwendig sind.”

Die Devisenreserven des Landes sind seit Anfang Februar von 17,8 auf 15 Milliarden Dollar gesunken.

Immer mit der Ruhe, meint IWF-Chefin Christine Lagarde:

“Wir müssen uns auf Tatsachen stützen, müssen die Lage nehmen, wie sie ist. Wir sehen im Moment nichts Kritisches, nichts, was eine Panik wert wäre. Eines hoffen wir: Dass die ukrainischen Behörden davon Abstand nehmen, bedeutungslose Zahlen in die Diskussion zu werfen, bevor sie ordnungsgemäß geprüft werden konnten.”

Der IWF könnte aber mit Soforthilfen schnell einschreiten, um die Lage in der Ukraine nach dem Machtwechsel zu beruhigen.

Ein erstes IWF-Finanzpaket über 15 Milliarden Dollar liegt seit 2010 wegen ausbleibender Reformen der Energiewirtschaft auf Eis – nur eine erste Tranche von knapp 2 Milliarden Dollar wurde ausgezahlt.

Keine Panik? Da hören die Ukrainer weg. Mitte der Woche hieß es von der Zentralbank: Während des Aufstands seien innerhalb einer Woche 7 Prozent der Bankeinlagen abgehoben worden. Inzwischen gibt es nur noch knapp 1.100 Euro in bar pro Tag und Nase.

su mit dpa, Reuters