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Überwindung der digitalen Kluft

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Überwindung der digitalen Kluft

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Laut einem aktuellen UN-Bericht gibt es weltweit eine gewaltige digitale Kluft, auch wenn sie sich langsam schließt. Die Informations- und Kommunikations-Technik (IKT) ist ein wesentlicher Faktor des Wirtschaftswachstums, deshalb setzen Schwellenländer alles daran, ihre technologische Kompetenz zu erhöhen.

Indien: Sesamstraße auf Indisch

Bei einem lokalen Radiosender im nordindischen Bundesstaat Harian spricht Radiosprecher Sohrab live zu seinen Zuhörern. Das Programm ist eine Mischung aus Bildung und Unterhaltung auf der Basis von „Galli Galli Sim Sim“ – dem indischen Äquivalent der Sesamstraße.

Nach der Sendung ist das Programm oft ein Gesprächsthema zwischen Eltern und ihren Kindern. Das Radioprogramm kommt bei den Kindern so gut an, dass es von staatlichen Schulen im Unterricht eingesetzt wird.

Das Programm ist Teil eines Radioprojekts, das versucht, die digitale Bildungskluft in Indien zu schließen: die Kluft zwischen den ländlichen Gebieten, wo die Mehrheit der Bevölkerung lebt und den Städten, wo der Zugang zu Bildung einfacher ist.

Weitere Infos im Internet

Ecuador: Studieren im Internet

Dank seiner Agrarwirtschaft und seiner Ölindustrie ist Ecuador eine der größten Volkswirtschaften in Lateinamerika. Aber für junge Arbeitnehmer werden zunehmend neue Informationstechnologien wichtig. E-Learning-Tools an Universitäten helfen Studenten dabei, auf internationaler Ebene konkurrenzfähig zu bleiben.

An der polytechnischen Schule von Chimborazo hat Professor Eduardo Villa eine stille Revolution begonnen. Seit mehr als zehn Jahren lehrt er mit Unterstützung von E-Learning. Während seines Unterrichts nutzen die Studenten das Internet und sie haben Zugang zu speziellen Software-Programmen, die ihnen beispielsweise die Prüfungsdaten angeben.

Weitere Infos im Internet:
http://gettingsmart.com/2013/06/examtime-make-studying-an-active-process

Costa Rica: Zum Lernen ist es nie zu spät

Socorro Máltez Medina lebt in Cañas in Costa Rica. Die 72-Jährige hat eine große Familie, 17 Enkel und sechs Urenkel, denen sie beim Umgang mit dem Computer hilft. Ihr Motto: Es ist nie zu spät zu lernen. Ihr Leben änderte sich, als sie das Multimedia-Gemeindezentrum von Cañas entdeckte, eines von 256 in ganz Costa Rica. In diesen Zentren können ältere Menschen lernen, wie man ein Textverarbeitungsprogramm benutzt, im Internet surft oder seine eigene Webseite erstellt.

Die digitale Kluft in Costa Rica hat sich in den vergangenen Jahren verkleinert. Bald sollen alle 500 Bezirke des Landes ein Multimedia-Gemeindezentrum haben, um vor allem ältere Menschen mit Neuen Medien vertraut zu machen.

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