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Krim: USA und Europa richten mahnende Worte an Russland

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Krim: USA und Europa richten mahnende Worte an Russland

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Undurchsichtige Vorfälle und viele Fragezeichen um eine mögliche Verwicklung Moskaus in die Ereignisse auf der Krim haben weltweit mahnende Worte provoziert.

Die bewaffneten und auffallend gut ausgerüsteten Milizen, die sich unter anderem an den zwei wichtigsten Flughäfen der Krim postiert haben, sind noch immer nicht zweifelsfrei identifiziert. Die US-Regierung legte ihr Augenmerk aber auf die offenbar zunehmende Präsenz ganz regulärer Truppen.

“Wir sind sehr besorgt aufgrund von Berichten über russische Truppenbewegungen in der Ukraine”, so US-Präsident Barack Obama. “Jede Verletzung der Souveränität und territorialen Integrität der Ukraine würde destabilisierend wirken, und das ist nicht im Interesse der Ukraine, Russlands oder Europas. Es währe eine klarer Bruch des Völkerrechts sowie des russischen Versprechens, die Grenzen und Souveränität der Ukraine zu respektieren. Die Vereinigen Staaten stehen zusammen mit der internationalen Gemeinschaft dafür ein, dass eine militärische Intervention in der Ukraine nicht ohne Folgen bleiben würde”, sagte Obama.

Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier, der Ende vergangener Woche in Kiew mit an der überparteilichen Einigung gearbeitet hatte und derzeit in den USA zu Besuch ist, riet von einer Einmischung ab: “Diese neuen Anzeichen beunruhigen mich. Wir werden weiter auf einen friedlichen Übergang hinwirken. Den Umbruch müssen die Menschen der Ukraine selbst gestalten”, so Steinmeier.

Der euronews-Korrespondent in Washington, Stefan Grobe: “Amerikaner und Europäer beobachten die Entwicklungen in der Ukraine mit einiger Nervosität, vor allem die Situation auf der Krim. Der gemeinsame Tenor ist jedoch: Es gibt keinen Grund zur Panik – zumindest noch nicht.”