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Papst Franziskus: Friedensappell an Venezuela

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Papst Franziskus: Friedensappell an Venezuela

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Papst Franziskus hat am Ende der Generalaudienz in Rom einen dringenden Friedensappell an alle Venezolaner gerichtet. Das Oberhaupt der katholischen Kirche sagte: “Ich hoffe von Herzen, dass die Gewalt so bald wie möglich endet und dass die Venezolaner, allen voran verantwortungsvolle Politiker und Institutionen, sich für die nationale Versöhnung einsetzen.”

In Venezuela gehen die Proteste für und gegen die Regierung von Nicolas Maduro weiter. Immer wieder kommt es zu Zusammenstößen zwischen den beiden Gruppen und wie hier in Caracas zwischen Regierungsgegnern und der Polizei. Die Regierung hofft, dass sich die Lage durch die bevorstehenden Karnevalstage entschärft, doch die Opposition will weiter protestieren.

Kevin Orozco, ein junger Demontrant, klagt: “Wir haben nicht genug zu essen, es fehlt an allem. Wir müssen weiter für Venezuela kämpfen, für unsere Freiheit. Venezuela ist unser Land.”

Auf einer Pressekonferenz sagte der venezolanische Präsident, ihm reiße nun bald der Geduldsfaden.
“Die Demonstranten legen es darauf an, Gewalt zu provozieren. Sie schüren den Hass, sie schüren die Angst. Sie wollen, dass die Polizei Gewalt einsetzt. Das einzige Interesse der Demonstranten ist es, die Polizei zu provozieren, damit es zu Gewalt kommt”, so Maduro.

Besorgt äußerten sich auch die Vereinten Nationen und die
Europäische Union. Sie mahnten zur Zurückhaltung und zu einem echten Dialog zwischen den verfeindeten Seiten.