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FIFA-Entscheidung: Nein zum Videobeweis, Ja zum Kopftuch

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FIFA-Entscheidung: Nein zum Videobeweis, Ja zum Kopftuch

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Die Fußball-Regelhüter von der FIFA, genauer: vom International Football Association Board (IFAB) haben in Zürich ein paar Neuerungen auf den Weg gebracht. So ist es Fußballprofis künftig nicht mehr erlaubt, etwa nach einem Treffer ihr Trikot hochzuziehen, um eine Botschaft zu enthüllen. Offen zur Schau gestellte Slogans sind schon lange verboten, doch viele Spieler umgingen die Regel mit einer Aufschrift auf dem Unterhemd. Die neue Vorschrift tritt am 1. Juni und damit kurz vor der WM in Brasilien in Kraft.

Valcke argumentierte: “Es ist besser, ‘nein’ zu sagen und eine klare Situation zu schaffen, als zu sagen, ‘ja vielleicht, das hängt davon ab, was da genau steht, und wenn es etwas Schlechtes ist, dann wird man bestraft, nach dem Spiel, und wenn es gut ist, wird es akzeptiert.’ Das ist unmöglich.”

Die sogenannte Dreifachbestrafung bleibt wohl bestehen. Die Regelmacher wollen beim nächsten Treffen nicht darüber beraten. So können Spieler, die einen Gegner im Strafraum foulen, weiter das Triple aus Roter Karte, Spielsperre und Elfmeter einsacken – jüngstes Beispiel: Martin Demichelis, der Lionel Messi von den Beinen holte.

Nein sagte das Gremium zu einem erweiterten Videobeweis. Nur bei Streitfragen um ein Tor soll die Technik helfen, bei allen anderen Zweifelsfällen nicht. Es bestehe die Gefahr, dass der Videobeweis den Charakter des Spiels ändere, so Valcke. Sportarten mit der Technikhilfe würden anders gespielt als Fußball.

Ja hingegen sagten die Regelhüter zur religiösen Kopfbedeckung. Muslimische Fußballerinnen, aber auch Anhänger der Sikh-Religion, dürfen künftig beim Spielen Kopftuch beziehungsweise Turban tragen. Es gehe nun nur noch darum, wie die Hauptbedeckung gestaltet ist, so Valcke.

EXTRAS

Pressemitteilung der FIFA
IFAB-Seite bei der FIFA (Englisch)
Tagesordnung der IFAB-Sitzung (Englischsprachiges PDF-Dokument)