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Ukraine versetzt Streitkräfte in Einsatzbereitschaft

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Ukraine versetzt Streitkräfte in Einsatzbereitschaft

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Die Ukraine hat ihre Streitkräfte in Einsatzbereitschaft versetzt. Die Übergangsregierung in Kiew betrachtet die russischen Truppenbewegungen auf der Krim weiterhin als ernste Provokation und bat deshalb die USA, die EU und die NATO um Hilfe bei der Wahrung ihrer territoriale Integrität.

Eine russische Invasion halte seine Regierung letztlich aber für unwahrscheinlich, so der ukrainische Ministerpräsident Arseni Jatzenjuk: “Wir, die Ukraine, sagen hiermit, dass wir bereit sind, unsere Souveränität zu verteidigen. Wir sind aber davon überzeugt, dass Russland sich nicht auf eine militärische Intervention auf ukrainischem Boden einlassen wird. Das wäre der Anfang eines Krieges und das Ende jedweder Beziehungen zwischen der Ukraine und Russland.”

Russland sieht die Präsenz der eigenen Truppen auf der Krim vom Abkommen zur dort stationierten Schwarzmeerflotte gedeckt. Aber auch für eine mögliche Entsendung weiterer Truppen auf die Krim gab der Föderationsrat, das Oberhaus des russischen Parlaments, inzwischen grünes Licht – inzwischen widerlegte Berichte, wonach dort bereits Russen ums Leben gekommen seien, dürften dazu beigetragen haben.

Erst zuletzt spitzte sich die Lage in Simferopol aber tatsächlich zu. Nicht indentifizierte bewaffnete Männer griffen das Gebäude des Krim-Ministerrats an. Die ukrainische und russische Regierung legen das Ereignis jeweils in ihrem Sinne als Agression der anderen Seite aus.

Auf der Krim und im Westen der Ukraine kam es unterdessen erneut zu teils gewaltsamen pro-russischen Demonstrationen. In Luhansk, Ukraine, hissten Protestierende auf dem Rathaus die russische Fahne. Die europäische Flagge rissen sie demonstrativ herunter.

In Donetzk, der Heimatstadt des gestürtzten Präsidenten Viktor Janukowitsch, taten frustrierte Menschen ihre Sympathien für die alte Regierung kund. “Die Berkut-Polizisten sind echte Helden” stand auf einem ihrer Banner.