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Ukraine: Westliche Kritik an russischem Vorgehen auf der Krim

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Ukraine: Westliche Kritik an russischem Vorgehen auf der Krim

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Deutschland wirft Russland vor, es habe mit seinem Verhalten auf der Krim gegen Völkerrecht verstoßen. Das machte Bundeskanzlerin Angela Merkel in einem Telefonat mit dem russischen Präsidenten deutlich.

Nach russischen Angaben verteidigte Wladimir Putin aber bei dem Gespräch seinen Kurs. Er sagte demnach, die Ereignisse auf der Halbinsel Krim und in der Ukraine seien eine Gefahr für das Leben russischer Bürger und der russischsprachigen Bevölkerung.

Die russischen Schritte seien in dieser Lage angemessen; man wolle die Lage auf friedlichem Weg stabilisieren.

Die NATO verurteilte das Vorgehen Russlands auf der Krim ebenfalls als Verstoß gegen das Völkerrecht.

Man fordere Russland auf, die Spannungen zu verringen, sagte NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen. Russland müsse internationale Abkommen achten, seine Soldaten in die Kasernen zurückziehen und auf jede sonstige Einmischung in der Ukraine verzichten.

Auch der amerikanische Präsident Barack Obama telefonierte mit Putin wegen der Lage auf der Krim. Sein Außenminister will morgen die Ukraine besuchen.

Natürlich sei Russland zu einem Einmarsch auf der Krim in der Lage, sagte John Kerry; aber damit isoliere es sich nur. Die russische Wirtschaft werde darunter leiden – und letztlich isoliere sich Russland auf der Weltbühne, auf der es eben noch bei Olympia für sechzig Milliarden Dollar ein anderes Gesicht zeigen wollte.