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Ausstellung zeigt Belgien im Ersten Weltkrieg

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Ausstellung zeigt Belgien im Ersten Weltkrieg

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Belgien unter deutscher Besatzung während des Ersten Weltkrieges – das ist das Thema einer Ausstellung, die gerade in Brüssel eröffnet wurde.

Für die Ausstellung anlässlich des Kriegsbeginns vor einhundert Jahren wurden zahlreiche Materialien zusammengetragen, die unter anderem das Leben der Zivilbevölkerung während der deutschen Besatzung zeigen.

Und es werden Originaldokumente ausgestellt wie das deutsche Ultimatum an das neutrale Belgien.

“Diese beiden Dokumente zeigen die Situation vor dem Krieg. vor dem Ausbruch des Krieges und wie es dann weiterging”, so Manuel Duran, Mitglied des wissenschaftlichen Komitees der Ausstellung. “Sie zeigen die arrogante Haltung des deutschen Kaisers, der übrigens auf Deutsch, dem belgischen König und dem Parlament klarmachte: ‘Ich muss mit meinen Truppen durch Ihr Land marschieren. Und wenn nicht, wird das für Sie böse enden’ “, sagt Duran.

Der belgische König Albert lehnte die Forderung des Deutschen Reiches ab, in der Nacht zum 4. August 1914 marschierten die Deutschen ein.

Die Ausstellung zeigt die Zeit des Krieges nicht nur audiovisuell mit Filmen, Fotoaufnahmen und Originalgegenständen. Die Besucher bekommen auch die Gerüche des Krieges vermittelt, unter anderem in einem Nachbau eines Schützengrabens.

“Während des Krieges kam es zu einem Patt – die Front verlief unter anderem im Westen Belgiens”, erläutert Duran. “Die Besucher können einen Schützengraben besichtigen und gelangen darüber zu dem Teil der Ausstellung, der sich mit der Militärgeschichte auseinandersetzt – mit allen Aspekten.”

Die Ausstellung über Belgien während des Ersten Weltkrieges im königlichen Armeemuseum in Brüssel ist noch bis Ende April 2015 zu sehen.