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Fahndung nach Blutbad in China mit 33 Todesopfern

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Fahndung nach Blutbad in China mit 33 Todesopfern

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Chinesische Sicherheitskräfte fahnden mit Hochdruck nach den Urhebern des Blutbades im Bahnhof der Metropole Kunming in Südwestchina. Bei dem Gemetzel waren am Samstag 29 Reisende getötet und 143 Menschen verletzt worden.

Hinter der Tat werden uigurische Separatisten aus Nordwestchina vermutet. Etliche in Kunming lebende Chinesen uigurischer Abstammung werden nun überprüft.

“Ich bin bereits dreimal kontrolliert worden”, erklärt dieser Mitarbeiter eines uigurischen Restaurants.
“Die Polizei richtet ihre Gewehre auf uns. Was sollen wir Uiguren tun? Ich weiß doch auch nicht, was hier genau passiert ist. Wir sind selbst extrem verunsichert.”

Die Identitäten mehrerer festgenommener Personen sind noch unbekannt.

“Ich habe gehört, dass viele Uiguren ihre Wohnungen nicht mehr betreten dürfen”, sagt diese Verkäuferin. “Solche Maßnahmen sind heutzutage unnötig. Jeder wünscht sich Frieden, Einigkeit und Stabilität. Das Gemetzel war eine isolierte Tat weniger Verbrecher. Daraus sollte man keine Rückschlüsse auf alle Uiguren ziehen.”

In Peking beginnt am Mittwoch die jährliche Sitzung des chinesischen Volkskongresses. Möglicherweise wollten die Urheber des Überfalls mit ihrer Tat eine Botschaft an die chinesiche Führung senden. Diese vermutet weiterhin einen Terrorakt hinter dem Anschlag.