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Kiew: Michail Saakaschwili spricht aus Erfahrung

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Kiew: Michail Saakaschwili spricht aus Erfahrung

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Mehrere tausend Ukrainer haben in der Hauptstadt Kiew gegen das russische Vorgehen auf der Krim demonstriert.

Gastredner war Michail Saakaschwili – der frühere Präsident Georgiens, der aus Erfahrung sprach: Georgien stand 2008 für einige Tage im Krieg mit Russland, wegen Unstimmigkeiten über die russisch geprägten Gebiete Abchasien und Südossetien.

Auch damals eilte Russland herbei, um die russischsprachige Bevölkerung zu schützen (die noch dazu zum Teil russische Pässe erhalten hatte) – wenn auch nach georgischen Zündeleien.

Die Ereignisse auf der Krim würden auch Kiew gefährden, so warnt Saakaschwili nun hier.

Er hält für seine Zuhörerschaft aber Trost bereit: Russland, so sagt er, habe die Rechnung ohne die starken und heldenhaften Ukrainer gemacht; an den Mauern der Heldenstadt Kiew
würden Wladimir Putins Träume zerschellen.

In Moskau demonstrierten dagegen einige tausend Menschen für eine Angliederung der Krim und anderer Gebiete an Russland. Viele hier sehen die Krim sowieso als russisch an; sie wurde erst 1954 in der Sowjetunion an die Ukraine übertragen.