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Ministerpräsident: Ukraine gibt Krim nicht auf

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Ministerpräsident: Ukraine gibt Krim nicht auf

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Der ukrainische Ministerpräsident Arseni Jazenjuk hat sich in Kiew mit Unternehmern aus dem ganzen Land getroffen. Er sagte, die Wirtschaft sowie Teile der Ukraine seien als Geiseln genommen worden. Zuvor bekräftigte er den Anspruch auf die Krim. Die Ukraine werde die Halbinsel niemals aufgeben.

“Es gibt keinen Grund, ich betone es noch einmal, es gibt keinen Grund, Gewalt gegen Ukrainer, gegen die friedlichen Bürger der Ukraine anzuwenden. Es gab keinen Grund und es wird keinen Grund geben, russische Streitkräfte zu mobilisieren. Für diese Aktionen wird ein Preis zu zahlen sein. Niemand wird irgendwem die Krim zurückgeben”, so Jazenjuk.

Die Situation ist sehr angespannt. In der Hauptstadt haben sich in den vergangenen Tagen etliche Männer freiwillig beim Militär gemeldet. Viele machen sich Sorgen. Ludmilla aus Kiew gibt sich kämpferisch: “Wir haben keine Angst. Unsere Kinder gehen zur Meldestelle der Armee. Falls nötig werden wir Truppen aus Freiwilligen zusammenstellen, um unser Land zu schützen.”

Vlodomir ist Russe, er ist verheiratet mit der Ukrainerin Svetlana. Er sagte: “Wir wollen nicht, dass die Menschen sich gegenseitig umbringen.” Seine Frau pflichtet ihm bei: “Wir lieben alle Völker: Russen, Ukrainer, Deutsche, Bulgaren, Rumänen. Wir lieben Menschen aus der ganzen Welt. Und wir wünschen uns, dass alle friedlich zusammenleben.”

Bei dem Aufstand auf dem Maidan sind 95 Menschen getötet worden. Viele Verletzte werden immer noch im Krankenhaus behandelt. Die Zahl der Opfer könnte noch steigen.