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Nahost: Obama fordert Kompromisse von Netanjahu

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Nahost: Obama fordert Kompromisse von Netanjahu

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US-Präsident Barack Obama hat Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu zu Gesprächen über die Nahost-Friedensverhandlungen im Weißen Haus empfangen. Obama sagte, eine Zwei-Staaten-Lösung sei immer noch möglich, erfordere aber Kompromissbereitschaft von allen Beteiligten. Schwierige Entscheidungen müssten gefällt werden.

Worauf Netanjahu antwortete, Israel habe Städte im Westjordanland geräumt und Gaza vollständig verlassen. Israel habe nicht nur den Bau von Siedlungen auf Eis gelegt, sondern auch Siedlungen entwurzelt. Es habe hunderte palästinensische Gefangene freigelassen, Dutzende allein in den vergangenen Monaten. Israel habe also seinen Teil gemacht aber leider hätten die Palästinenser nicht ihren Teil geleistet.

Dem israelischen Statistikamt zufolge hat Israel 2013 im Westjordanland mehr als doppelt so viele Siedlungen gebaut als im Jahr zuvor. Laut der israelischen Organisation “Peace Now” gefährdet der Anstieg des Siedlungsbaus die Zwei-Staaten-Lösung.

Für Netanjahu war jedoch das iranische Atomprogramm das wichtigste Thema. Er sprach es als erstes an und betonte erneut, die größte Herausforderung sei es, den Iran von der Entwicklung von Nuklearwaffen abzuhalten.