Eilmeldung

Eilmeldung

Warnschüsse auf der Krim

Sie lesen gerade:

Warnschüsse auf der Krim

Schriftgrösse Aa Aa

Pro-russische Milizionäre haben mit Warnschüssen eine Gruppe ukrainischer Soldaten und Zivilisten am Betreten des Militärflughafens von Belbek, nördlich von Sewastopol gehindert.

Die von russischer Seite als Selbstverteidigungskräfte bezeichneten Soldaten ohne Hoheitszeichen, die den Flughafen abgeriegelt haben, nutzen Ausrüstung und Fahrzeuge, die eindeutig als zur russischen Armee gehörig gekennzeichnet sind.

Zum Zeichen der Entspannung und ihres guten Willens führten die ukrainischen Soldaten eine Regimentsfahne der Roten Armee aus Sowjetzeiten mit sich.

In Laufe des Tages entspannte sich die Lage. Angeblich haben sich die Befehlshaber vor Ort auf gemeinsame Streifen geeinigt.

Die ukrainischen Soldaten wurden von ihren Frauen begleitet. Ziel war es in ihre Kaserne auf dem abgeriegelten Stützpunkt zurückzukehren.

Dort befinden sich etwa 300 ukrainische Soldaten. Rund 400 Soldaten ohne Hoheitsabzeichen haben die Gebäude des Stützpunktes umstellt, sie kontrollieren auch die Landebahn. Belbek ist der größte Militärflughafen auf der Krim.

“Mutti hat natürlich Angst und weint. Sie sagt ich soll auf mich aufpassen, aber sie sagt auch, du hast einen Fahneneid geleistet und du musst bis zum Schluss auf Deinem Posten bleiben”, berichtet Hauptmann Sinko Nikolai.

“Die Befehle sind unklar. Meine Kommandeure wissen nicht, was sie tun sollen, aber sie befehlen uns, nicht aufzugeben. Aber wir geben nicht auf, wir sind Offiziere!”, sagt der russisch-stämmige Hauptmann Severin Vetvitski.

Nach Angaben der ukrainischen Regierung befinden sich inzwischen mehr russische Soldaten auf der Krim als im Stationierungsvertrag über die Schwarzmeerflotte festgelegt.

Weiterführender Link

Kyiv Post: How Russia violates the Black Sea Fleet agreement