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10.000 Menschen demonstrieren für ukrainische Einheit in Donezk

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10.000 Menschen demonstrieren für ukrainische Einheit in Donezk

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In Donezk weht wieder die russische Flagge auf dem Regionalverwaltungsgebäude. Die ukrainische Fahne, die die Polizei dort am Mittwochmorgen gehisst hatte, ist weg, seitdem pro-russische Demonstranten das Gebäude erneut erstürmt haben.

Das Misstrauen gegenüber Kiew ist groß in der ostukrainischen Stadt Donezk. Etwa 2000 Demonstranten versammelten sich am Mittwoch vor dem Verwaltungsgebäude. Mit Sprechchören huldigten Sie der Sonderpolizei Berkut und wünschten sich die alte Regierung zurück, die tiefe Wurzeln in der russischstämmigen Bevölkerung hatte.

Jetzt wolle man im Osten zwar keine Unabhängigkeit, aber mehr Abschirmung von Kiew, so dieser Aktivist: “Wir wollen nicht von der Ukraine getrennt werden, aber wir wollen eine Föderation, damit wir selbstbestimmter sind.”

Doch in Donezk gibt es auch Anhänger der neuen Regierung. Sie versammelten sich zu einer Gegendemonstration – zum ersten Mal seit Beginn der pro-russischen Kundgebungen und in überwältigender Zahl. Rund 10.000 Menschen forderten den Fortbestand der territorialen Einheit in der Ukraine.

“Ich bin gegen den Krieg, und gegen eine Trennung”, so eine der Protestierenden. “Eine Föderation oder Autonomie, das ist eine Sache. Aber ich will in der Ukraine sein. Ich will nicht in Russland leben.”

Nicht immer unterscheiden sich die Wünsche also grundlegend – die Identifikationspunkte dafür aber umso mehr.