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Krim: Spannungen zwischen ukrainischen und fremden Soldaten

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Krim: Spannungen zwischen ukrainischen und fremden Soldaten

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Nach wie vor sieht sich die ukrainische Armee auf der Krim in einer merkwürdigen Lage: In ihren Kasernen eingeschlossen von anderen Soldaten, die Russland nicht geschickt haben will, die sonst aber schwerlich jemand geschickt haben kann.

Russland verweist darauf, diese armeeartig bewaffneten und ausgerüsteten Kämpfer seien örtliche Gruppen zur Selbstverteidigung. Man selber habe gar keinen Grund, Soldaten auf die Krim zu schicken; das sei nur das allerletzte Mittel.

Britische Fernsehreporter haben sich Zugang verschafft zur Kaserne von Feodossija.
Die fremden Soldaten draußen halten Wasser und Essen zurück; in der Kaserne selbst werden zwei Männer gestellt: Sie sollen versucht haben, Wasser und Strom zu unterbrechen.

Am Militärflugplatz von Belbek bei Sewastopol kommt es zu einer Konfrontation: Ukrainische Soldaten – unbewaffnet – wollen zurück auf ihren Fliegerhorst, den sie letzte Woche an die fremden Soldaten verloren hatten.

Als Zeichen der Verbundenheit führen sie sogar ein Banner aus sowjetischen Brudervolkszeiten mit sich: Trotzdem kommen sie bei den fremden Soldaten nicht weiter. Einer dieser Kämpfer feuert sogar Warnschüsse ab.

Der ukrainische Kommandeur mahnt seine eigenen Leute zur Ruhe: Letztlich ziehen die
Ukrainer wieder ab. Dem Kommandeur zufolge dürfen einige seiner Leute den Fliegerhorst nun wieder mitbewachen.