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Krise in der Ukraine: Kontaktgruppe nicht in Sicht

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Krise in der Ukraine: Kontaktgruppe nicht in Sicht

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Die Versuche maßgeblicher Außenminister zur Bildung
einer Kontaktgruppe für die Ukraine sind in Paris vorerst gescheitert. “Wir sind noch nicht soweit, uns auf ein gemeinsames Format für Gespräche über mittel- und langfristige Lösungen zu verständigen”, sagte
der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier nach einem Treffen mit europäischen, dem russischen und dem US-Kollegen John Kerry.

“Wir haben vereinbart, die intensiven Gespräche mit Russland und der Ukraine fortzusetzen. Wir müssen sehen, wie wir im Sinne einer Normalisierung und Stabilisierung der kritischen Lage weiter verfahren. Die Krise muss überwunden werden. Alle Parteien sind sich darüber einig, wie wichtig ein Dialog zur Lösung dieser Situation ist.”

Zum erhofften Kontakt zwischen dem russischen Außenminister Sergej Lawrow und seinem ukrainischen Amtskollegen Andrej Deschtschiza kam es nicht.

“Wir werden unsere Gespräche fortführen und wir glauben an ein positives Ergebnis. Ich mache mich jetzt auf den Weg nach Brüssel um unseren Premierminister zu treffen und mit ihm weitere Schritte zu diskutieren.”

Warum er den russischen Außenminister Lawrow nicht getroffen habe, konnte oder wollte Deschtschiza nicht beantworten…
Trotz der kalten russischen Schulter in Paris: Steinmeier sprach von einem
übereinstimmenden Interesse, die Situation in der Ukraine nicht weiter eskalieren zu lassen. Die Risiken für die Ukraine seien noch
nicht überwunden. Es komme jetzt darauf an, Schritte zu einer Normalisierung der
Verhältnisse in der Ukraine zu unternehmen.

Dabei müsse Russland “glaubhaft unter Beweis stellen, dass es an einer Normalisierung der Situation interessiert ist”.